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19 Nov 2025

Mossad warnt: Hamas baut europaweites Terrornetz aus

Der Mossad hat am Mittwoch ungewöhnlich offen vor einem wachsenden Hamas-Netzwerk in Europa gewarnt. Laut der Erklärung baut die Terrororganisation seit Jahren Strukturen auf dem Kontinent auf, gesteuert von Führungskadern in der Türkei. Durch enge Zusammenarbeit mit europäischen Geheimdiensten konnten Anschläge verhindert und mehrere Waffenverstecke ausgehoben werden.

Gemeinsame Operationen in Deutschland und Österreich führten zuletzt zu Festnahmen mutmaßlicher Hamas-Zellen, die Angriffe auf israelische und jüdische Ziele planten. In Wien entdeckte der österreichische Nachrichtendienst DSN im September ein Depot mit Pistolen und Sprengsätzen. Ermittler ordneten das Versteck Mohammad Naim zu, dem Sohn des hochrangigen Hamas-Funktionärs Bassem Naim, der wiederum enger Vertrauter des Hamas-Anführers Khalil al-Hayya ist.

Laut Mossad traf sich Mohammad Naim kurz vor der Entdeckung des Waffenlagers mit seinem Vater in Katar – ein Hinweis auf direkte Unterstützung der Hamas-Führung. Zugleich deute das hartnäckige Leugnen der Politiker in Doha auch auf Kontrollverlust über ihre operativen Zellen hin.

Die Ermittlungen richten sich zudem gegen Hamas-Aktivisten in der Türkei, darunter Burhan al-Khatib, der im November in Deutschland festgenommen wurde. Europäische Behörden gehen inzwischen nicht nur gegen Terrorstrukturen vor, sondern auch gegen Vereine und religiöse Einrichtungen, die als Frontorganisationen dienen.

Der Mossad betonte, Hamas versuche seit dem 7. Oktober gezielt, Schläferzellen im Ausland nach dem iranischen Modell aufzubauen. Israel arbeite daran, „Dutzende Anschlagspläne“ weltweit zu zerschlagen.

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