Die süße Zeit der Aprikosen
von Alexandra
Wenn der Frühsommer nach Israel kommt, beginnt für mich eine sehr schöne Jahreszeit: die Aprikosensaison.
Wir werden hier wirklich verwöhnt. Auf den Märkten liegen nicht nur Aprikosen – sie gibt es in den unterschiedlichsten Größen, Farben und Geschmacksrichtungen. Manche sind klein und herrlich aromatisch, andere überraschen mit einer feinen Säure. Und dann gibt es diese eine Sorte, auf die ich mich jedes Jahr besonders freue: groß, unglaublich saftig und so süß, dass man glaubt, die Sonne selbst herauszuschmecken. Ihre goldorange Schale trägt einen zarten roten Hauch, als hätte sie den ganzen Tag die Wärme der Sonne eingefangen.
Die Saison ist leider viel zu kurz.
Vielleicht schmecken Aprikosen gerade deshalb so besonders. Man weiß, dass man nur wenige Wochen Zeit hat, sie frisch zu genießen. Und so wandern sie fast täglich in den Einkaufskorb – zum Naschen, für einen Kuchen oder einfach pur, noch warm von der Sonne.
Ich mag diesen Gedanken.
Die Natur hält nichts fest. Sie schenkt ihre Früchte genau dann, wenn ihre Zeit gekommen ist. Und ehe man sich versieht, ist die Aprikosensaison schon wieder vorbei.
Vielleicht liegt gerade darin ihre Schönheit. Nicht alles muss für immer bleiben, damit es kostbar ist. Manche Geschenke sind gerade deshalb so wertvoll, weil sie nur für eine kurze Zeit unser Leben bereichern.
Und weil die Saison so schnell vorübergeht, koche ich Aprikosenmarmelade. So bleibt ein kleines Stück Sommer noch lange im Glas erhalten.
Aprikosenmarmelade mit Zitronensaft
Zutaten
- 1 kg reife Aprikosen
- 500 g Gelierzucker (2:1)
- Saft einer Zitrone
- 1 TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale (optional)
Zubereitung
Die Aprikosen waschen, entsteinen und klein schneiden. Mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft vermengen und etwa 30 Minuten ziehen lassen. Dank des Zitronensaftes verliert die Aprikose nicht die leuchtende goldene Farbe.
Alles unter Rühren zum Kochen bringen und 4–5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Wer die Marmelade feiner mag, püriert sie kurz mit dem Stabmixer.
Sofort in sterilisierte Gläser füllen, verschließen und für fünf Minuten auf den Deckel stellen. Danach wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.
An kalten Wintertagen genügt ein Löffel davon – und plötzlich schmeckt das Frühstück wieder ein wenig nach israelischem Sommer.
Wir berichten hier nicht aus der Distanz, sondern mitten aus dem Alltag in Israel.
Wenn du das schätzt, kannst du unsere Arbeit direkt unterstützen.
Einfach und sicher per via PayPal
Related Posts
Feigenkuchen mit Rosmarin und Walnuss
Gestürzter Feigenkuchen Ich bin ein großer Fan von Kuchen und Gebäck. Ich liebe es zu…
T-Bone-Steak grillen. So wird´s gemacht
Fleisch kommt bei uns deutlich seltener auf den Tisch als früher in Deutschland. Neben den…
Hähnchenspieße pikant und super lecker
Wenn sich viele hungrige Mägen an einem Tisch versammeln, muss etwas Leckeres her – und…
Shakshuka- unheimlich lecker und gut
Shakshuka ist ein Gericht, das im Nahen Osten praktisch jeder kennt. Wir lieben es. Traditionell…
